Aktuelles

Baldige Termine:
02. Dezember, ab 18:30: Monats-Stammtisch in Bocholt. -> Melde dich jetzt dafür an 🙂
17. Dezember, 10 – 14 Uhr:
Schlachthofmahnwache „Ein Licht der Hoffnung“ in Bocholt


Ava – eine Reise in die Freiheit
Am 5. November 2016 haben wir unsere kleine Freundin Ava in die Freiheit gefahren. Geplant war eigentlich, dass wir zwischen 14 und 15 Uhr am Schloßrefugium in Hessen ankommen, doch es wurde dann etwa 16 Uhr. Grund dafür war nicht etwa ein Stau, nein. Bei jeder Pause, die wir an einer Raststätte eingelegt haben, öffneten wir die Klappe des Anhängers, um Ava Wasser und Heu zu geben und um nach ihr zu sehen; die Kleine war allerdings mehr an uns interessiert als an allem anderen. Alles wurde von Ava höchstpersönlich unter die Lupe genommen, sei es nun die Hängerplane oder das Essen der Menschen. Am interessantesten fand sie aber uns: „Jacken? Wie toll, die kann man doch bestimmt anknabbern, oder? Nein? Dann wenigstens deine Haare? Nein, auch nicht? Ach komm schon!“. Und so wurden aus „Mal kurz nach der Kleinen gucken“-Pausen einige „Neiiiiin, Ava, das sind meine Haare und keine Grashalme!“-Pausen, die wegen nicht eingeplanter Kuscheleien etwas länger wurden. Ihr merkt schon, wir sind ganz schön verliebt in Ava.

Ava schien von Anfang an bemerkt zu haben, dass wir ihr nur Gutes wollen – dass wir wollen, dass für sie nun alles besser wird. Wir haben extra viel Zeit eingeplant, um ihr in Ruhe und ohne Stress das Halfter anzulegen und um sie auf den Hänger zu führen. Ava bloß nicht hetzen oder zwingen, ihr Zeit geben, sie gucken lassen – so war es geplant. Pustekuchen, dachte Ava: Sie spazierte auf den Hänger, als hätte sie es schon hunderte Male so gemacht. Innerhalb von wenigen Sekunden stand sie dort und mümmelte sofort ganz genüsslich ihr Heu. Wir staunten nicht schlecht – Ava ist immer wieder für Überraschungen gut. Die ersten Kilometer der Fahrt fand sie dann aber doch etwas blöd; sie rief nach uns und beschwerte sich lauthals über das für sie ungewohnte Geruckel, aber nach wenigen Minuten hatte sie sich daran gewöhnt und so beruhigte sie sich schnell, sodass sie sich sogar hinlegte und einschlief. Nur zu den Pausen rappelte sie sich auf – in der Hoffnung, vielleicht doch den ein oder anderen Jackenzipfel anknabbern zu können. In Hessen angekommen wickelte sie sofort Julia von der Initiative Lebenskühe um ihre Klaue. Misstrauen? Nix da! Ava war neugierig und absolut offen gegenüber jedem Menschen, der sich zu ihr gesellte. Auch der ehemalige Landwirt, der nun gerettete Rinder bei sich leben lässt – Ava gehört nun auch dazu – war sofort von ihr verzaubert. Wen wunderts?

Als es schließlich vom Hänger gehen sollte, damit sie ihre neue Familie kennenlernen kann, zögerte sie dann doch ein wenig. Die Rampe vom Hänger hochzulaufen war ein Klacks für Ava – aber runter? Das war ihr nicht ganz geheuer. Mit ein wenig Hilfe von Bianka und Jennifer klappte es dann aber doch. Auf dem Weg zur Wiese wurde sie direkt von Sissy begrüßt, welche die erste Kuh war, die damals als freies Lebewesen zum ehemaligen Landwirt ins Schloßrefugium ziehen durfte. Sissy, so erzählte er uns, hat es sich zur Aufgabe gemacht, sich um die Kleinsten in der Herde zu kümmern. So ist sie bereits liebevolle Tante von Kälbchen Sunny. Als Sissy Ava vom weiten sah, konnte man ihr die Freude ansehen. Wer es noch nicht weiß: Kühe sind unglaublich sozial und liebevoll zueinander. In einer Rinderherde hat jedes Tier einen festen Platz. Sie freunden sich an, helfen sich untereinander und sind eine kleine, eingeschworene Familie. Wir Menschen könnten noch so viel von ihnen lernen.
Die großen Kühe waren Ava jedoch nicht ganz geheuer, denn seit man sie kurz nach ihrer Geburt im Juni 2016 von ihrem Zwillingsbruder und von ihrer Mutter getrennt hatte, hat sie keinen Kontakt mehr zu anderen Kühen gehabt. Sie war immer alleine. Heute, einen Tag nach Avas Rettung haben wir bereits die Meldung bekommen, dass unsere Kleine die erste Nacht prima überstanden hat und dass sie sich langsam einlebt und sogar schon erste Kontakte mit ihren Artgenossen geknüpft hat.
Wir sind uns mehr als sicher, dass wir für Ava ein kleines Paradies gefunden haben. Im Hintergrund arbeiten wir gerade weiterhin daran, Ava noch einen Herzenswunsch zu erfüllen. Mehr wird aber noch nicht verraten…. 😉

Genug geredet. Jetzt lassen wir Bilder sprechen:

Erste Annäherungsversuche:
….und schwupps, schon steht sie auf dem Hänger:
Die Pausen an der Autobahn werden zum Knuddeln und Herumalbern genutzt:

…. und Ava ist üüüüberhaupt nicht neugierig 😉 :

Angekommen – und Ava erobert Julias Herz im Sturm:

Es geht auf die Weide – Sissy wartet bereits sehnsüchtig auf Ava… :

Ava (ganz rechts) ist frei …. dank euch:

DANKE! ♥

 


♥ Igel-Hilfe ♥
Auch in diesem Jahr helfen wir wieder Igeln auf die Sprünge. Außerdem haben wir noch kostenlose Zimmer mit Vollpension für kleine Stachler zu vergeben, damit sie gut durch den Winter kommen. 🙂 
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Wo?
22769 Hamburg ( Kontakt: Mina Rottstegge)
46395 Bocholt
7090 Dinxperlo (NL)

Wie?
Kontaktiert uns einfach!

 

 


Unser lieber Freund Nini wird seit dem 24. September vermisst.
Er lebt auf dem Gnadenhof Rhede, wo er immer sehr zufrieden war, hatte er doch genügend Versteckmöglichkeiten und Menschen, die ihn knuddeln. So menschenbezogen wie er ist, kann es gut sein, dass er versehentlich in irgendeinem Besucher-Auto eingeschlafen ist. Wir hoffen sehr, dass wir unseren süßen Stinker bald wieder bei uns haben. Nini hatte kein sonderlich tolles Leben, bevor er zum Hof kam. Er lebte meist in der Dunkelheit, weshalb er Augenprobleme hat. Er kann die Augen nicht völlig öffnen. Sein Markenzeichen ist daher ein verträumter „Schlafzimmerblick“.

Nini ist tattoowiert (BB88 BOR15) und bei Tasso registriert. Solltet ihr ihn finden, meldet euch bitte!

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error: Wenn ihr unsere Texte oder das Bildmaterial nutzen möchtet, kontaktiert uns bitte. Dankeschön!